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Leben mit der Pumpe
Eine Wanderwoche mit der Insulinpumpe
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Im Frühling dieses Jahres luden mich mein Schwager und meine Schwester zu einer Wanderwoche mit Freunden ein...

Zuerst dachte ich an all die Schwierigkeiten wie z.B. Pumpendefekt, schwere Hypo’s oder die Menge an Material, die es galt mitzutragen. Nach einige Diskussionen und Abklärungen über die Strecke, die physischen Anforderungen und aufgrund des Vertrauens zur Gruppe, entschloss ich mich, mich ihnen anzuschliessen und mich in dieses Abenteuer zu stürzen.

09_wanderwoche2.jpgNun ging es darum, mich und mein Material gründlich vorzubereiten. Die Route führte von Berghütte zu Berghütte, was bedeutete, dass nicht so schnell eine Apotheke oder eine Arztpraxis erreicht werden konnte. Im Rucksack musste das Infusionsset, Blutzuckermessgerät, Insulinampullen, Reservematerial wie Pen aber auch entsprechende Bergkleidung und genügend Kohlenhydrate Platz finden. Der Rucksack durfte nicht zu schwer werden, da wir einige Stunden pro Tag unterwegs waren. Von grossem Vorteil war, dass meine Mitwanderer mir mit Tragen von Cola und Vollkornbrot beigestanden sind.

Wir starteten im Binntal und erreichten nach fünf Tagen Marsch Saas Almagell. Die durchschnittliche Marschzeit betrug täglich sieben Stunden und wir überwanden pro Tag ca. 1000 Höhenmeter. Als Krönung bezwangen wir am letzten Tag noch den Klettersteig zum Sunnigpass (3147m über Meer). Während dem Wandern reduzierte ich die Pumpe auf 30% und konnte sie bereits am Abend wieder auf 100% schalten. Ich befand mich stets in den Normen, bis auf einen kleinen Zwischenfall in der ersten Nacht, in welcher ich ein Hypo erlitt. Ansonsten hatte ich keine weiteren Probleme. Die Pumpe funktionierte einwandfrei und ich konnte die Bergwelt im Regen, Nebel und Sonnenschein voll geniessen. Die Woche war ein grosses Erfolgserlebnis und hat mein Selbstvertrauen und das Vertrauen in die Pumpe gestärkt. Ob Skitouren in eisiger Kälte oder Wandern und Velo fahren im Sommer, trotz der Diagnose Diabetes ist es möglich, vieles zu unternehmen was einem Freude macht. Voraussetzung ist eine gute Organisation, Vorbereitung und Vertrauen zu sich selbst.

Charlotte Savary, Diabetes seit 2001, Mitglied des  Swiss Pumpers Club seit Juni 2009

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